Schmidt-Haus
Schmidt-Haus

Frühjahr 2018

Freitag, 26.01.

Sigi Zimmerschied

Der Komparse

 20.30 Uhr 20.-/18.- €

Der Komparse.
Gespielt, erzählt, gelesen.
Ein Abend mit Sigi Zimmerschied

 

Stephan Fadinger wird im Fasching 1970 aufgrund eines kurzzeitigen Kontrollverlustes seiner Mutter gezeugt und am 1. November als Sohn einer Sanitätshausbesitzerin und eines Lageristen geboren.
Pappnase und Totenlicht.
Das sind seine Koordinaten.

Ein unbedeutendes, graues Leben beginnt.
Eine Kindheit zwischen Stützstrümpfen und Prothesen.
Im Lager abgestellt und allein gelassen entwickelt er sehr schnell einen Sinn für Kacheln, Fliesen, Regale, also für das Geometrische.
Ein einziges Schleichen und Nichtauffallen, ein sich Verstecken und ein Gehorchen ist es, dieses Leben im Matriarchat des Sanitätshauses.

Nach dem Tod seiner Mutter droht Stephan völlig den Halt zu verlieren.
Aber da ist Baronin Ludmilla von Muschatka, eine alte Bekannte seiner Mutter, Betreiberin einer Komparsenagentur.
Und ihm ist, als würde er erst jetzt zu leben beginnen.
Er saugt sich voll mit diesen Scheinwelten, wie ein Schwamm, sie geben ihm Kraft und Identität, Lust und Zukunft.

Und immer wieder kehrt er, aufgeladen und vom Minutenglück gedopt, in seine kleine Heimatstadt zurück, verändert alles im Sinne der neu gewonnenen Identität.

Die medialen Tankstellen werden zur Sucht.
In immer kürzer werdenden Zeitabständen braucht er diese persönlichkeitsspendende Droge.

Doch seine Höhenflüge in die luftigen Sphären der medialen Eliten enden immer wieder in seiner eigenen Schwäche und den klebrigen Tiefen der kleinstädtischen Sitzenbleiber, Fallensteller und Blutsauger.

Als Stephan, am Ende seiner Kräfte, an der Seite des berühmten Einsamen Darstellers Hanno Harch eine Rolle in einem Serienkillerkrimi spielt, fasst er einen letzten Entschluss.

Donnerstag, 08.02.

Stefan Waghubinger

"Jetzt hätten die guten Tage kommen können"

 20.30 Uhr 17.-/15.- €

In seinem dritten Soloprogramm hat es Waghubinger ganz nach oben geschafft. Auf dem Dachboden der Garage seiner Eltern sucht er eine leere Schachtel und findet den, der er mal war, den, der er mal werden wollte und den, der er ist.

 

Es wird also eng zwischen zerbrechlichen Wünschen und zerbrochenen Blumentöpfen, zumal da noch die Führer der großen Weltreligionen und ein Eichhörnchen auftauchen.

 

90 Minuten glänzende Unterhaltung trotz verstaubter Oberflächen. Aber Vorsicht, zwischen den morschen Brettern geht es in die Tiefe.

 

„Es ist tieftraurig und zugleich zum Brüllen komisch, banal und zugleich verblüffend geistreich, zynisch und zugleich warmherzig. Vor allem aber ist es eins: verdammt gut.”

Böblinger Bote

 

„Federleicht und geschliffen Es gibt nur wenige Kabarettisten, die es mit Waghubingers Formulierungskunst aufnehmen können- und es gibt nur ganz wenige Kollegen, bei

denen geschliffenen Texte so federleicht durch den Saal schweben.”

Allgemeine Zeitung Mainz

 

„Plötzlich hat man keinen Boden mehr unten den Füßen und dann hat man Angst ohne Grund” (aus: „Jetzt hätten die guten Tage kommen können”)

 

http://www.stefanwaghubinger.de/

 

Freitag, 02.03.

Ludwig Müller

"Absolute Weltklapse"

 20.30 Uhr 17.-/15.- €

"Absolute Weltklapse“ -eine Einweisung

 

Angesichts von Ludwig W. Müllers permanenten Sprachverdrehungen und Wortkaskaden, seinen überraschenden Gedankensprüngen und seinem fast manischen Pointen-Output, wird sich schon mancher Zuseher gefragt haben, ob das Phänomen Müller auch einen medizinischen Namen hat.

 

Aber etwas genauer betrachtet: haben wir nicht alle irgendwie einen an der Klatsche? Ist der Wahnsinn nicht ohnehin der Normalzustand der Welt? Egal ob im Fußballstadion, im Straßenverkehr oder im Büro - so manchen Mitmenschen oder Arbeitskollegen könnten die Fachärzte doch als prototypischen Borderliner auf die Vortragsreise mitnehmen, und die Chefin gleich dazu. Und Hand aufs Herz: unseren geliebten Lebenspartner wollten wir doch auch alle schon einmal zur Therapie schicken!

Die Fallbeispiele des täglichen Irrsinns bezieht Ludwig W. Müller problemlos aus typischen Stressgebieten wie Ehe, Schule oder der Bühne der Weltpolitik und natürlich Müllers Hausgemeinschaft in Wien-Ottakring.

Aber wo fängt eine waschechte Paranoia an, und wo hört das altersübliche „Verfolgerl“ auf?

Wer hat den echten Burnout, wer ist nur ein bisserl depri oder agro und wer will einfach nur auf Kassenkosten mit einem Pharmacocktail in der 5-Sterne-Reha abhängen? Wer ist also wirklich reif für die Klapse?

Ludwig W. Müller geht mit gutem Beispiel voran und tritt schließlich selbst zum ADHS-Test an. Und sieht dem Ergebnis gelassen entgegen.

Bei dem, was uns täglich an Nachrichten um die Ohren fliegt, ist doch ein solides Aufmerksamkeitsdefizit ein Überlebensprinzip.

 

Diagnose: Absolut(e) Weltklapse

 

www.ludwig-mueller.at

Samstag, 10.03.

Swing Guitars

"the music of Django Reinhardt"

 20.30 Uhr 17.-/15.- €

SWING GUITARS

Gipsy Swing · Csardas · Valse Musette

Ferry Baierl - Gitarre

Roland Schrüfer - Gitarre

Reinhold Grassl – Kontrabass

 

Eleganz, Melancholie, Schwermut, Freude und Lebenslust – all das drückt die Musik Django Reinhardts aus. Traditionelle Zigeunermusik und Elemente des Jazz verschmelzen zu einer ungemein swingenden Synthese aus Improvisation und

Ensemblespiel. Das Trio „SWING GUITARS" präsentiert diese lebendige Musik am liebsten rein akustisch.

 

Zigeunerswing, Jazz-Standards, Csardas und Valse-Musette bilden das Repertoire der Gruppe. Der unvergleichliche Klang der Akustikgitarren und der warme Ton des Kontrabasses versetzt die Zuhörer in das Paris der 30-er Jahre – in die Zeit von Django Reinhardt und Stephane Grappelli.

 

http://cc-furth.de/index.php?menuid=40

 

Samstag, 24.03.

Götz Frittrang

"Götzseidank"

 20.30 Uhr 17.-/15.- €

Lauschen Sie dem Meister der geistigen Bilder und folgen Sie ihm in seine Welt voll absurder Situationen und irrwitzig zugespitzter Alltagsbeobachtungen.

Götz Frittrang ist kein Kind mehr. Mit fast vierzig ist man sogar in unserer wohlbehüteten Gesellschaft langsam gezwungen, erwachsen zu werden. Und dann spielt man nur noch ein Computerspiel: Elster Online. Aber das steigende Alter hat auch Vorteile: Endlich kann man sich selbst über die idiotischen Teenager aufregen und den langsam einsetzenden Altersstarrsinn so richtig genießen.

Im aktuellen Programm „Götzseidank“ geht es um den ewigen Konflikt zwischen Jung und Alt, die neue Volkskrankheit „Phantomvibrieren“, Kindererziehung mittels Angst und Einschüchterung, Nacktbilder, Schlesien, Wurstsalat, Napoleons Rückmarsch von Moskau und noch vieles mehr.

Es ist erstaunlich, mit welcher Mühelosigkeit Frittrang sein Publikum an die Hand nimmt und es in seine mit großer Wortkraft gesponnen Welten entführt. Noch Tage später lacht man plötzlich los, wenn ein Zitat des Abends aus dem Unterbewusstsein aufsteigt.

Ein großer Spaß! Frittrang erzählt mit solcher Leichtigkeit und Freude, daß man nicht eine Sekunde lang zweifelt, daß alles, aber auch der absurdeste Unsinn, zu 100 Prozent wahr ist. Ein kurzweiliger Abend, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

 

http://www.goetzfrittrang.de/

 

Samstag, 14.04.

Severin Groebner

"Der Abendgang des Unterlandes"

 20.30 Uhr 17.-/15.- €

Regie: Massimo Rocchi

 

Viele Menschen sind heute verunsichert. Nichts ist mehr wie es war. Es herrscht allgemeine Orientierungslosigkeit.
 

Da steht man morgens auf und schon laufen ungefiltert Tweets, Posts, Links, Fotos und Fake-News über den Ticker. Im Bus erzählt der Realitätsflüchtling von nebenan einem was über Wirtschaftsflüchtlinge aus der Schweiz. Im Fernsehen erklärt einem der Bundesbeauftragte für Einbildung, soziale Gerechtigkeit bedeute, dass alle gleich viele Freunde bei Facebook haben. Danach fällt auch noch der Livestream aus und man wird nie erfahren, ob nun die Römer, die Geissens oder Bayern München den 30jährigen Krieg gewonnen haben. Zu allem Überfluss können wir unsere teuren neuen Badelatschen dann auch noch in die Tonne kicken, weil die Sintflut wegen verspäteter Übergabe aus dem Ausland an der Grenze abgewiesen wurde. Im Internet erfährt man von geheim gehaltenen Papierfliegern, die belegen sollen, dass Völkerrecht gar nicht das Regelwerk beim Völkerball ist und auch der Barkeeper der Titanic soll seinen Kummer nicht nur in Alkohol ertränkt haben. „Was“ fragt man sich während man verwirrt zu Bett geht, „macht das Abendland eigentlich am Morgen danach?“

 

Severin Groebner präsentiert uns das Programm zur Stunde: „Der Abendgang des Unterlands“. Groebner ist Wiener und damit der richtige Mann für diese Zeiten.

Denn wer kennt sich mit apokalyptischen Stimmungsaufhellern besser aus als ein Wiener? Eben!

 

http://www.severin-groebner.de/

 

Samstag, 21.04.

Global Shtetl Band

new yiddish world music

 20.30 Uhr 17.-/15.- €

Die global shtetl band verbindet mühelos musikalische Traditionen vom Schwarzen Meer bis Kolumbien, mit Umwegen über Polen, New York und Kuba... Ihre Musik reicht von jiddischen Liedern über verschollene Texte bis hin zu neuem, aktuellem Songwriting, sie erzählen Geschichten für Herz und Hirn und bewegen die Tanzbeine.

 

Auch auf ihrem dritten Album „7 glezer“, das im Herbst 2014 erscheint, taucht die Band wieder tief in die alten jiddischen Lieder ein, nur um mit einem noch frischeren, heutigeren Sound wieder hervorzukommen: New Yiddish World Music!

 

  • Bartek Stanczyk: Akkordeon, Gesang
  • Daniel Piccon: Percussion, Sanzula, Gesang
  • Markus Milian Müller: Gesang, Bass

 

www.globalshtetlband.com

 

Referenzen

Klezfest London (UK) – Klezkanda Festival (CN) – Jewish Cultural Congress, New York (USA) – National Yiddish Book Center, Amherst (USA) – Jiddische Musik- und Theaterwoche, Dresden – Festival der 1000 Töne, Augsburg – Klezmore Festival Vienna (AT) – Jüdischer Salon, Hamburg – Artbreit Festival, Marktbreit – Klezmerfestival, Fürth – Bamberger Klezmer Tage – Tollwood, München – Bardentreffen, Nürnberg – Theater im Viertel, Saarbrücken – Schlachthof, Wiesbaden – Hades, Lublin (PL) – Synagoga Zamosc (PL) – U Fryzjera, Kazimierz Dolny (PL) – Rheinische Klezmernacht, Bonn - u.v.a.

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